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Veranstaltungsort

Schimpelsberger Konzertsaal
Hans Sachs Straße 120
Wels, 4600

Schimpelsberger Hauskonzert

Freitag, 18 Oktober 2019 19:00

Weitere Veranstaltungen

Roland Batik, Fazioli
Yuko Batik, Fazioli

Franz Thalndorfer, Buchlesung "Klaviergeflüster"

Programm für 2 Fazioli Flügel:
...folgt

 

Künstlerporträt

 

YUKO BATIK

Japan ist eines der wichtigen Länder, in dem die Wiener Musiktradition hochgehalten und gepflegt wird.

Viele junge Japaner kommen nach Wien, um hier ihre musikalische Ausbildung an den Brutstätten europäischer Musiktradition, an der Musikuniversität und der Musik und Kunst - Privatuniversität der Stadt Wien zu machen.

An den Wiener Musikuniversitäten die Bachelor und Masterprüfung  abzulegen, ist gewissermaßen die Krönung der musikalischen Ausbildung.

Wieder nach Japan zurückkommend, werden sie oft zu Professoren an japanische Universitäten berufen, um das in Wien erworbene Wissen und ihre Erfahrungen an die jungen Studierenden weiterzugeben. 

Es war geradezu selbstverständlich, dass auch die junge Musikstudentin Yuko Sakurai dem „Wien –Virus“ aufgefangen hat. Die Folgen dieser „Infektion“-, wie diese in ihr Leben eingreifen wird, konnte sie damals nicht einmal ansatzweise ahnen. 

In Hokakido geboren, erhielt sie mit sechs Jahren den ersten Klavierunterricht. Sie erzählt dazu Dr. Johannes Leopold Mayer vom ORF: „…mein Interesse an der Musik und Kunst war schon von Kindheit an plötzlich da, so erzählte mir meine Mutter, und als meine Familie nach Tokio übersiedelte, wo ich die erste Gelegenheit gefunden habe die Malerei und Klavier zu lernen, war ich ein glückliches Kind und seitdem ist „Darstellung“ immer mein Thema  ….“. 

Ab 1991 studierte sie an der Toho Gakuen School of Music in Tokio, bei Y.Kitamura. 

Schon als Studentin hat Yuko Sakurai Klavierabende gegeben und war als Solistin zu Klavierkonzerten eingeladen. Mit Ihrem Diplomabschluss in Tokio hat sie sich noch nicht zufrieden gegeben. Es war ihr Wunsch die Ausbildung in Wien fortzuführen.

Ihr Wiener Studium begann sie 1999 bei Professor Roland Batik.

 

 

Nach erfolgreichem Abschluss der Diplomprüfung setzte sie ihre Studien bei  Professor Thomas Kreuzberger fort.

Das Diplom „Master of Arts“ und ein weiterer Abschluss „Master of Education“ mit Auszeichnung war der krönende Abschluss. 

Ergänzend zum Hochschulstudium belegte Yuko Sakurai noch Meisterkurse bei Jörg Demus und Oleg Maisenberg.

Es waren die Wiener  Lehrer, welche ihr ein besonderes Naheverhältnis zur Klassik vermittelt haben. Daraus konnte sich auch eine intensive Vorstellung zur Musik der Romantik und des 20.Jahrhunderts.entwickeln.

Im Jahr 2006 begann eine intensive Zusammenarbeit mit Roland Batik im Klavierduo. 

Mit dem Klavierduo ist auch die private Beziehung gewachsen. Zu guter Letzt wurde aus der Japanerin Yuko Sakurai eine Wienerin mit japanischen Wurzeln, - Yuko Batik.

Die Pianistin Yuko Batik hat auch an internationalen Wettbewerben teilgenommen und wurde mit Preisen ausgezeichnet. Dies war der Grundstein zu einer internationalen Karriere, welche sie in die europäischen Länder, in die Türkei, Japan und schließlich auch auf eine erfolgreiche Tournee mit Roland Batik nach China geführt hat.

Ihr Konzertprogramm wird durch die laufenden Einladungen zu österreichischen Festivals ergänzt. So ist sie Gastpianistin bei den Seibersdorfer Schlosskonzerten, dem Wiener Neustädter Frühling ( piano and more) und den „WörtherseeClassics“…

Der Bösendorfer – Saal im Wiener Mozarthaus ist einer ihrer musikalischen Heimstätten.

Seit dem Jahr 2012 hat Yuko Batik einen Lehrauftrag an der Wiener

Musikuniversität. Einen weiteren Lehrauftrag hat sie an der Privatuniversität  der Stadt Wien, dem ehemaligen Konservatorium, zu erfüllen.

Ihre künstlerische Arbeit hat Yuko Batik auch mit CD Produktionen erweitert.

Im Mai 2013 veröffentlicht Gramola ihre Solo-CD, ein Debut mit Werken von Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Alban Berg und Roland Batik, eine CD, welche von mehreren Musikzeitschriften ausgezeichnet wurde.

Unter anderem schrieb die international renommierte Musikzeitschrift Pizzicato (Luxemburg) „…zum Anderen zeigt diese junge Pianistin bereits eine erstaunliche Reife in allen aus dieser CD interpretierten Werken. Die Technik wird nie in den Vordergrund gestellt, im Gegenteil, man nimmt dieses manuelle Können eigentlich gar nicht wahr, es steht stets  im Dienste einer tief ausgeloteten Interpretation…“ 

Es folgt die ebenfalls bemerkenswerte CD – „Pictures“, mit Werken von Beethoven, Liszt und Mussorksky. 

In diesen Aufnahmen lässt Yuko Batik ihre ungewöhnliche musikalische Bandbreite, beginnend von der Wiener Klassik bis zur Gegenwart hören.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. 

Freuen wir uns, dass Yuko Batik in der Musikhauptstadt Wien ihre zweite Heimat gefunden hat.

F.Th.

 

ROLAND BATIK

Roland Batik ist kein Starpianist. Er ist anders. Als Pianist spannt er einen weiten Bogen, angefangen von Johann, Sebastian Bach bis über die Klassik hin, - zum Jazz. Sein angeborenes Swinggefühl ermöglicht ihm diese Bandbreite.
Swing, - ein Begriff - den Jazzliebhabern in aller Welt vertraut, welcher annähernd mit dem „Tänzerischen“ in der europäischen Musik vergleichbar ist.
Dieses wichtige Element, welches in den bei uns geübten Interpretationen nicht so sehr zum Ausdruck kommt, ist ein wesentliches Verbindungsglied zwischen der europäischen Klassik und dem Jazz, ein Element das der Musik erst vitales Leben verleiht.
Roland Batik, dem Musiker, ist die ausschließliche Interpretation von Klaviermusik in seinem künstlerischen Schaffen zu wenig und so lässt er uns als Komponist auch an seiner eigenen musikalischen Welt teilhaben.
Der unvergessliche Pianist und Komponist Friedrich Gulda hat diese Eigenschaften an dem jungen Roland erkannt. Friedrich Gulda hat grundsätzlich auf das Unterrichten keinerlei Wert gelegt, und so ist Roland Batik einer der wenig Auserwählten, welche in den Genuss gekommen sind, von Friedrich Gulda unterrichtet zu werden.
Gulda und Batik verbindet ein musikalisch-künstlerisches Fundament, den Nährboden auf dem Gulda die künstlerische Persönlichkeit Batiks hat reifen lassen. Gulda wurde zu seinem musikalisch-geistigen Vater und eine Triebfeder seiner musikalischen Persönlichkeitsentwicklung.
In Wien geboren, war Roland Batik kein pianistisches „Wunderkind“, dem man schon in seinen jüngsten Jahren die ganz große Pianistenkarriere vorhergesagt hat.
Im Elternhaus hat der überdurchschnittlich Begabte eine grundsolide Klavierausbildung erhalten, welche ihn an die Universität für Musik und darstellende Kunst zu Professor Walter Fleischmann zum Unterricht und Diplom geführt hat. Schon in dieser Zeit spürte Batik die Enge des traditionellen Wiener Musikbetriebes und so studierte er zusätzlich am Jazzinstitut des Wiener Konservatoriums bei dem berühmten Jazzpianisten Fritz Pauer.


Es war in dieser Zeit, als Friedrich Gulda einen Klavierlehrer für seinen Sohn Paul suchte. Gulda wandte sich an seinen Freund Fritz Pauer mit der Gewissheit, von ihm keinen der typisch traditionellen Klavierlehrer vermittelt zu bekommen.
Pauer hat seinen Schüler Roland Batik empfohlen, welcher schließlich in die Welt des Friedrich Gulda aufgenommen war.
Als Solist in Friedrich Guldas „Concertino for Players and Singers“, unter der Leitung des Komponisten, schafft Batik seinen Durchbruch als Pianist.
Seit 1977 wirkt Roland Batik als Dozent an der Musik und Kunst, -
Privatuniversität der Stadt Wien im Konzertfach Klavier. Zusätzlich unterrichtet er bis 1994 das Jazzfach.
Seine Lehrtätigkeit wird durch Meisterkurse in Wien, der Internationalen Sommerakademie Mozarteum und beim internationalen Kammermusikfestival „Allegro Vivo“ abgerundet.
Für seine Verdienste und sein künstlerisches Schaffen wird Roland Batik im Jahr 2003 zum Professor ernannt.
Die Konzerttourneen führten den Künstler nicht nur über die österreichischen Bühnen, sondern auch in die europäischen Länder, in die USA, Japan und Korea.
Ergänzt ist sein Schaffen mit bemerkenswerten CD-Aufnahmen im klassischen Bereich. Besonders hervorzuheben ist die Gesamtaufnahme der Mozart Klaviersonaten, 1991 mit dem Schallplattenpreis „Wiener Flötenuhr“ ausgezeichnet, 1999 die Gesamteinspielung der Klaviersonaten von Joseph Haydn, welche euphorische Reaktionen bei Presse und Rundfunk hervorgerufen haben und immer wieder im Radio zu hören sind.
Die CD –Aufnahmen mit dem Batik Trio, (Batik, Werkl, Grassmann) 1995 zum Quartett mit dem Vibraphon-Virtuosen Woody Schabata erweitert, zeichnen ein genaues Bild der Entwicklung des einstigen Swing – Trios, welches bis heute zum kammermusikalischen Jazzensemble gereift ist.
Neben seiner umfangreichen Tätigkeit als Pianist und Lehrer findet er noch die Zeit für seine schöpferische Aufgabe als Komponist.


Drei Klavierkonzerte, zahlreiche Klavierstücke und Kammermusik sind entstanden. Mit seinem Trio, welches – fast unglaublich – an die 30 Jahre in gleicher Besetzung besteht und seinen anderen erweitert besetzten Formationen, sucht Batik neue musikalische Wege, ohne die Tradition zu verlassen.
In seinen Kompositionen spannt er den Bogen von der europäischen Klassik bis zum Jazz. Dies spiegelt sich auch in der Auswahl seiner Konzertprogramme, für den Traditionalisten vielleicht etwas unkonventionell, für den aufgeschlossenen Musikliebhaber ein vollkommen natürlicher Weg.
Als Berufener führt er diesen Weg, den einst Friedrich Gulda begonnen, in seiner Art weiter, um seinem Publikum ein außergewöhnliches, musikalisches Erlebnis zu bieten.
Roland Batik, der Pianist und Komponist, - er ist eben ein Künstler der anderen Dimension.

F.Th.