Preisinformation

Freiwillige Spenden zugunsten (Herzkinder Österreich)
FOTOS:ELA CERNA

Veranstaltungsort

Schimpelsberger Konzertsaal
Hans Sachs Straße 120
Wels, 4600

Schimpelsberger Hauskonzert

Freitag, 18 Oktober 2019 19:00

Weitere Veranstaltungen
"KLAVIERGEFLÜSTER"

Roland Batik, Fazioli F278

Franz Thalndorfer, Buchlesung

 

Programm :

Franz Thalndorfer
Lesung

 

R. Batik
Blues in F

W.A. Mozart
Fantasie in d- Moll KV 397

Claude Debussy
Suite bergamasque
Prelude - Menuet- Clair de lune - Passepied

R. Batik
Poem for Yuko
Pannonische Romanzen
New Impressions

Dave Brubeck
In your own sweet way

 

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da nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen zur Verfügung steht.

 

Künstlerporträt

ROLAND BATIK

Roland Batik ist kein Starpianist. Er ist anders. Als Pianist spannt er einen weiten Bogen, angefangen von Johann, Sebastian Bach bis über die Klassik hin, - zum Jazz. Sein angeborenes Swinggefühl ermöglicht ihm diese Bandbreite.
Swing, - ein Begriff - den Jazzliebhabern in aller Welt vertraut, welcher annähernd mit dem „Tänzerischen“ in der europäischen Musik vergleichbar ist.
Dieses wichtige Element, welches in den bei uns geübten Interpretationen nicht so sehr zum Ausdruck kommt, ist ein wesentliches Verbindungsglied zwischen der europäischen Klassik und dem Jazz, ein Element das der Musik erst vitales Leben verleiht.
Roland Batik, dem Musiker, ist die ausschließliche Interpretation von Klaviermusik in seinem künstlerischen Schaffen zu wenig und so lässt er uns als Komponist auch an seiner eigenen musikalischen Welt teilhaben.
Der unvergessliche Pianist und Komponist Friedrich Gulda hat diese Eigenschaften an dem jungen Roland erkannt. Friedrich Gulda hat grundsätzlich auf das Unterrichten keinerlei Wert gelegt, und so ist Roland Batik einer der wenig Auserwählten, welche in den Genuss gekommen sind, von Friedrich Gulda unterrichtet zu werden.
Gulda und Batik verbindet ein musikalisch-künstlerisches Fundament, den Nährboden auf dem Gulda die künstlerische Persönlichkeit Batiks hat reifen lassen. Gulda wurde zu seinem musikalisch-geistigen Vater und eine Triebfeder seiner musikalischen Persönlichkeitsentwicklung.
In Wien geboren, war Roland Batik kein pianistisches „Wunderkind“, dem man schon in seinen jüngsten Jahren die ganz große Pianistenkarriere vorhergesagt hat.
Im Elternhaus hat der überdurchschnittlich Begabte eine grundsolide Klavierausbildung erhalten, welche ihn an die Universität für Musik und darstellende Kunst zu Professor Walter Fleischmann zum Unterricht und Diplom geführt hat. Schon in dieser Zeit spürte Batik die Enge des traditionellen Wiener Musikbetriebes und so studierte er zusätzlich am Jazzinstitut des Wiener Konservatoriums bei dem berühmten Jazzpianisten Fritz Pauer.


Es war in dieser Zeit, als Friedrich Gulda einen Klavierlehrer für seinen Sohn Paul suchte. Gulda wandte sich an seinen Freund Fritz Pauer mit der Gewissheit, von ihm keinen der typisch traditionellen Klavierlehrer vermittelt zu bekommen.
Pauer hat seinen Schüler Roland Batik empfohlen, welcher schließlich in die Welt des Friedrich Gulda aufgenommen war.
Als Solist in Friedrich Guldas „Concertino for Players and Singers“, unter der Leitung des Komponisten, schafft Batik seinen Durchbruch als Pianist.
Seit 1977 wirkt Roland Batik als Dozent an der Musik und Kunst, -
Privatuniversität der Stadt Wien im Konzertfach Klavier. Zusätzlich unterrichtet er bis 1994 das Jazzfach.
Seine Lehrtätigkeit wird durch Meisterkurse in Wien, der Internationalen Sommerakademie Mozarteum und beim internationalen Kammermusikfestival „Allegro Vivo“ abgerundet.
Für seine Verdienste und sein künstlerisches Schaffen wird Roland Batik im Jahr 2003 zum Professor ernannt.
Die Konzerttourneen führten den Künstler nicht nur über die österreichischen Bühnen, sondern auch in die europäischen Länder, in die USA, Japan und Korea.
Ergänzt ist sein Schaffen mit bemerkenswerten CD-Aufnahmen im klassischen Bereich. Besonders hervorzuheben ist die Gesamtaufnahme der Mozart Klaviersonaten, 1991 mit dem Schallplattenpreis „Wiener Flötenuhr“ ausgezeichnet, 1999 die Gesamteinspielung der Klaviersonaten von Joseph Haydn, welche euphorische Reaktionen bei Presse und Rundfunk hervorgerufen haben und immer wieder im Radio zu hören sind.
Die CD –Aufnahmen mit dem Batik Trio, (Batik, Werkl, Grassmann) 1995 zum Quartett mit dem Vibraphon-Virtuosen Woody Schabata erweitert, zeichnen ein genaues Bild der Entwicklung des einstigen Swing – Trios, welches bis heute zum kammermusikalischen Jazzensemble gereift ist.
Neben seiner umfangreichen Tätigkeit als Pianist und Lehrer findet er noch die Zeit für seine schöpferische Aufgabe als Komponist.


Drei Klavierkonzerte, zahlreiche Klavierstücke und Kammermusik sind entstanden. Mit seinem Trio, welches – fast unglaublich – an die 30 Jahre in gleicher Besetzung besteht und seinen anderen erweitert besetzten Formationen, sucht Batik neue musikalische Wege, ohne die Tradition zu verlassen.
In seinen Kompositionen spannt er den Bogen von der europäischen Klassik bis zum Jazz. Dies spiegelt sich auch in der Auswahl seiner Konzertprogramme, für den Traditionalisten vielleicht etwas unkonventionell, für den aufgeschlossenen Musikliebhaber ein vollkommen natürlicher Weg.
Als Berufener führt er diesen Weg, den einst Friedrich Gulda begonnen, in seiner Art weiter, um seinem Publikum ein außergewöhnliches, musikalisches Erlebnis zu bieten.
Roland Batik, der Pianist und Komponist, - er ist eben ein Künstler der anderen Dimension.

F.Th.

 

ZUM AUTOR

Franz Thalndorfer, Jahrgang 1942, ausgebildet zum Bauingenieur und Baumeister. Nach einigen Jahren Praxis in einer Baufirma zum (in der damaligen Bezeichnung) ständig gerichtlich beeideten Sachverständigen bestellt, gründete er ein eigenes Büro als planender Baumeister. Die weitere Ausbildung in zivilrechtlichen Fragen für den Gutachter führte zu einer umfangreichen Tätigkeit in Sachen Bauschäden aller Art in Rechtsstreitigkeiten und als Privatgutachter in Versicherungsfällen. Die Berufsbilanz der von über dreißigjähriger selbstständiger Tätigkeit weist eine beachtliche Zahl von etwa 25000 Gutachten auf.
Die Musik war jedoch für ihn immer ein Lebenselixier. War es schon als Kind das Klavierspiel, hat er in den Jugendjahren den Jazz entdeckt und spielte zusätzlich Trompete.
Für das aufwendige Berufsleben musste die Musik in den Hintergrund treten, jedoch das Klavierspiel und die Auseinandersetzung mit der klassischen Musik und dem Jazz waren immer gegenwärtig.
Mit dem Erreichen des beruflichen Ruhestandes ist die nächste Lebensphase eingetreten, die nunmehr der Musik, vor allem der Klaviermusik und dem Instrument gewidmet ist.
Des Schreibens nicht müde geworden, ist nun unter Anderem das vorliegende Buch entstanden.