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Terminkalender

WELSER ABONNEMENTKONZERTE - KAMMERSYMPHONIE BERLIN
Mittwoch, 16. Mai 2018, 19:30

Jürgen Bruns, Dirigent
Florian Feilmair, Klavier

Programm:

Joseph Haydn (1732-1809)
Sinfonie Nr. 55 in Es-Dur Hob. I:55 „Schulmeister“
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Klavierkonzert in Es-Dur KV 449
Richard Dünser (*1959)
AUBES II – Dialoge für Kammerorchester
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie in A-Dur KV 201

Dieses Konzertprogramm vereint mit Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart zwei Komponisten, für die das Improvisieren bzw. Fantasieren am Klavier Teil des schöpferischen Prozesses war. Der Haydn-Zeitgenossen Albert Christoph Dies schreibt in seinen Biographischen Nachrichten von Joseph Haydn: „Um acht Uhr nahm Haydn sein Frühmahl. Gleich nachher setzte er sich an das Klavier und phantasierte solange, bis er zu seiner Absicht dienende Gedanken fand, die er sogleich zu Papiere brachte: So entstanden die ersten Skizzen von seinen Kompositionen […] Um vier Uhr ging er wieder an die musicalische Beschäftigung. Er nahm dann die des Morgens entworfene Skizze und setzte sie in Partitur, wozu er drey bis vier Stunden verwendete.“
Wolfgang Amadeus Mozarts Mutter Maria Anna berichtet: „der eingang und die stiegen [zum Zimmer] ist so öng, das es ohnmöglich wehre ein Clavier hin auf zu bringen. der wolfgang mues also ausser haus bey Monsieur le gro Componieren weill dort ein Clavier ist, ich sehe ihme also den ganzen tag nicht.“ – und Wolfgang ergänzt in der Nachschrift dieses Briefes: „dann wenn man nicht zu haus schreiben kan, und noch dazu Preßirt ist, so ist es verflucht.“
Dieser pianistische Zugang zum Komponieren ist bei Mozart besonders in seinen Klavierkonzerten zu hören und zu sehen, da er in den Autographen oft zuerst nur das Orchester notierte und die Solostimme dann nachträglich ergänzte. Bei dem Klavierkonzert KV 449 war es anders, weil es eines der wenige Konzerte war, das er nicht für sich selbst sondern für seine Schülerin Barbara Ployer komponierte – und außer ihr und Mozart selbst durfte nur noch dessen Schwester Nannerl das Werk spielen.
Eine andere Inspirationsquelle als das Klavier war für Richard Dünser in seinem Werk Aubes II entscheidend, wie er selbst erklärt:„Aubes (frz.) waren eine dichterische Form des abendländischen Minnesangs: Tagelieder, in denen die Trennung der Liebenden durch Einbruch des Tageslichts besungen wird, auch Wechselgespräche zwischen dem Liebhaber und dem Wächter, Warner oder Tod. Elemente dieser Stimmung wurden hier formgebend: Gesänge der Frühe, Klänge des anbrechenden Tages, Gedanken und Gefühle an der Schwelle zwischen Nacht und Morgen, Zwielicht, Dämmerung, Abschied. Rein virtuose Effekte treten daher zugunsten einer Verinnerlichung im Ausdruck zurück, wiewohl den vier Bläsern (2 Klarinetten, Oboe und Fagott) eine konzertante Aufgabe gestellt wurde: in Dialog zu treten mit dem Streichorchester, aber auch Monologe zu halten, vom ‚einfachen‘ bis zum ‚vierfachen‘ Solo.“ Kann entfallen, wenn der Text zu lang ist.

Event-Link: http://www.welserabonnementkonzerte.at/programm.php

Ort: Stadttheater Wels

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