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Terminkalender

WELSER ABONNEMENTKONZERTE - WÜRTTEMBERGISCHE PHILHARMONIE REUTLINGER
Dienstag, 20. März 2018, 19:30

Pablo González, Dirigent
Yulianna Avdeeva, Klavier

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Klavierkonzert Nr. 3 in d-Moll op. 30
Jean Sibelius (1865-1957)
Sinfonie Nr. 1 in e-Moll op. 39


Jean Sibelius stellt das Leitmotiv dieser Konzertsaison „Quasi una fantasia“ gleichsam als Motto an den Anfang des IV. Satzes seiner 1. Sinfonie. Er bezieht sich damit allerdings nicht im Sinne des musikalischen Materials oder gar eines wiedererkennbaren Zitates auf Ludwig van Beethovens gleichnamiges Klaviersonatenpaar op. 27 Nr. 1 und op. 27 Nr. 2, sondern beschreibt damit die Ebene der musikalischen Form dieses Satzes im Sinne einer Fantasie. Hier werden „auf kunstvolle Weise unterschiedliche formale Konzepte kombiniert“, wie der Musikwissenschaftler Joachim Brügge feststellt. Sibelius überlagert eine strenge Sonatensatzform mit einer rhapsodisch freien Verlaufsform, wobei der Begriff „Verlaufsform“ eine Form bezeichnet, die zwar beschreibbar aber nicht mit einem bekannten Begriff fassbar und benennbar ist: eben quasi una fantasia. Ungeachtet dieser formalen Aspekte bezieht dieser IV. Satz seinen Reiz daraus, dass Sibelius sich selbst zitiert und alle wichtigen Motive und Themen der vorangehenden Sätze noch einmal aufgreift, weiterentwickelt und neu kombiniert. Damit vermittelt er das Gefühl, dass die vier Sätze dieser Sinfonie eine echte Einheit bilden und keine bloße Abfolge von vier Stücken für die gleiche Besetzung sind.
Diese Idee der Verklammerung musikalischen Materials über alle Satzgrenzen hinweg ist auch für das 3. Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow charakteristisch. Immer wieder tauchen im Verlauf des ungewöhnlich umfangreichen Klavierkonzertes Themen und Motive des Anfangs auf und werden in einem neuen Zusammenhang präsentiert. Neben allen pianistischen Raffinessen findet sich das Fantastische in diesem Werk wie bei der Sinfonie von Jean Sibelius in der formalen Anlage. Der 2. Satz – mit „Intermezzo“ überschrieben – folgt keinem bekannten, benennbaren Formkonzept sondern erweckt eher den Eindruck einer großen Improvisation. Damit knüpft dieser Satz an den ursprünglichen Begriff der musikalischen Fantasie, dem freien Fantasieren, Extemporieren und Improvisieren an.

Event-Link: http://www.welserabonnementkonzerte.at/programm.php

Ort: Stadttheater Wels

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